25. 03. 2022 - Alles

Inwiefern verbessert eine Schalldämmung Ihr Leben zu Hause?

Lärm zu Hause kann selbst ein schönes Zuhause unangenehm machen. Der Nachbar hinter der Wand, Schritte von oben, Verkehr von der Straße, das Wasser in der Toilette. Durch die Schalldämmung der Wohnung lässt sich das Zuhause in einen ruhigen Ort verwandeln, an dem man sich ausruhen, schlafen und arbeiten kann. Wichtig ist jedoch, zu wissen, was man davon erwarten kann und wo man anfangen soll, denn nicht jeder Lärm lässt sich auf die gleiche Weise bekämpfen.

Was bringt die Schalldämmung einer Wohnung konkret?

Ruhiger Schlaf und Erholung. Das ist der wichtigste und konkreteste Vorteil. Guter Schlaf ohne wiederholtes Aufwachen wirkt sich darauf aus, wie Sie sich tagsüber fühlen. Langfristig durch Lärm gestörter Schlaf ist zudem laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden, es geht also nicht nur um Komfort.

Privatsphäre. Die Schalldämmung wirkt in beide Richtungen. Sie hören Ihren Nachbarn weniger und Ihr Nachbar hört Sie weniger. Sie müssen sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob laute Musik, ein Telefongespräch oder Ihr Heimkino durch die Wand zu hören sind.

Ruhe zum Arbeiten und zur Konzentration. Ein Homeoffice neben einer belebten Straße oder hinter einer dünnen Wand ist eine Herausforderung. Eine ruhigere Umgebung fördert die Konzentration und verringert die Ermüdung.

Eines muss man ganz klar sagen: Der normale Lärm in der Wohnung – also Nachbarn, Verkehr oder Fernseher – erreicht keine Pegel, die das Gehör schädigen. Die Schalldämmung der Wohnung dient also nicht dem Gehör, sondern dem Schlaf, dem Wohlbefinden und der Privatsphäre. Das sind völlig ausreichende Gründe.

Finden Sie zunächst heraus, um welche Art von Lärm es sich eigentlich handelt

Das ist der Schlüssel dazu, Ihr Geld sinnvoll auszugeben. „Die Schalldämmung der Wohnung“ ist nicht nur eine Sache, sondern es handelt sich um drei verschiedene Probleme, die jeweils anders gelöst werden müssen.

Nachbar durch die Wand (Luftschall). Stimmen, Fernsehen, Musik. Dies wird durch die Schalldämmung der Trennwand gelöst, in der Regel durch eine vorgezogene Konstruktion auf elastischen Halterungen mit Hohlraum und Mineralwolle. Achten Sie auf Steckdosen, die sich gegenüberliegend in derselben Wand befinden – das ist eine klassische Schwachstelle.

Schritte und Getrampel von oben (Trittschall). Hier gelten andere physikalische Gesetze, und das Problem lässt sich nicht an den Wänden lösen. Die wirksamste Maßnahme ist eine Trittschalldämmung unter dem Fußboden beim Nachbarn oben. Von unten kann man mit einer Akustikunterdecke an elastischen Aufhängungen Abhilfe schaffen, doch die Wirkung ist geringer, da die Energie bereits in der Konstruktion steckt.

Straßenlärm. Hier sind fast immer die Fenster die größte Schwachstelle, nicht die Wände. Eine hochwertige Schallschutzverglasung und eine gute Abdichtung machen einen größeren Unterschied als alles andere. Nach der Abdichtung der Fenster muss man an die Belüftung denken.

Und vergessen Sie die Trittstufen nicht. Geräusche aus dem Badezimmer oder der Toilette der Nachbarn, das Spülen und das Rauschen des Wassers in den Rohrleitungen breiten sich über die Installationsschächte aus und sind oft überraschend laut. Abhilfe schafft hier eine schalldämmende Ummantelung der Rohrleitungen.

Wenn Sie nicht wissen, welcher dieser Geräusche Sie am meisten stört, lohnt es sich, den tatsächlichen Zustand messen zu lassen. So finden Sie heraus, woher der Lärm wirklich kommt, und verschwenden kein Geld für Maßnahmen, die Ihr Problem nicht lösen.

Worin irren sich die Menschen am häufigsten?

Schallschutz und Akustik sind nicht dasselbe. Der Schallschutz (Schallisolierung) sorgt dafür, dass kein Schall von den Nachbarn durch die Wand dringt. Die Akustik (Schallabsorption) befasst sich damit, wie der Raum von innen klingt, also mit dem Nachhall und dem Hall. Akustikplatten an der Wand verbessern die Akustik in Ihrem Raum, dämpfen aber den Schall des Nachbarn durch die Wand nicht. Es handelt sich um zwei verschiedene Dinge, und man muss wissen, welches man benötigt.

Die Kommunikation innerhalb eines Raums wird durch die Akustik verbessert, nicht durch die Dämmung. Wenn man sich in einem Raum schlecht versteht, sind Schallabsorption und eine kürzere Nachhallzeit die Lösung, nicht eine dickere Wand.

Möbel und Teppiche dienen nicht der Schalldämmung. Ein Schrank an der Wand zum Nachbarn hält den Lärm nicht ab, und ein Teppich dämpft höchstens die höheren Frequenzen von Schritten, nicht aber das Stampfen. Das sind Ergänzungen, keine Lösungen.

Zusammenfassung

  1. Die Schalldämmung Ihrer Wohnung dient dem Schlaf, der Privatsphäre und der Ruhe, nicht dem Gehör.
  2. Stellen Sie zunächst fest, ob es sich um einen Nachbarn durch die Wand, Schritte von oben oder Lärm von der Straße handelt. Für jedes Problem gibt es eine andere Lösung.
  3. Schritte werden durch den Fußboden gedämpft, Straßenlärm durch das Fenster, Geräusche vom Nachbarn durch die Wand sowie durch die Wanddämmung.
  4. Vergessen Sie die Trittbretter nicht – sie sind oft die versteckte Ursache.
  5. Schallisolierung und Akustik sind zwei verschiedene Dinge. Machen Sie sich klar, was Sie benötigen.

Wenn Sie es zu Hause ruhig haben möchten, melden Sie sich bei uns. Wir messen den Lärm, ermitteln die Quelle und schlagen Ihnen eine Lösung vor, die genau auf das Problem zugeschnitten ist, das Sie stört – von der Trittschalldämmung über Wände und Treppen bis hin zu Fenstern.

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