03. 06. 2022 - Alles

Wie man ein Mobilheim schalldämmt

Mobilheime, Wohnwagen und Gartenhäuschen sind eine praktische und immer beliebter werdende Wohnmöglichkeit. Sie haben jedoch einen gemeinsamen Nachteil: eine leichte Bauweise und dünne Wände, durch die Schall viel leichter dringt als in einem gemauerten Haus. Wenn Sie in einem Mobilheim wohnen oder darüber nachdenken, lohnt es sich zu wissen, wie Sie die Ruhe und Privatsphäre darin verbessern können.

Zunächst einmal ein wichtiger Hinweis, damit Sie kein Geld unnötig ausgeben: Man muss zwischen zwei verschiedenen Zielen unterscheiden.

Zwei unterschiedliche Probleme, die man nicht verwechseln sollte

Damit der Schall nicht nach innen und außen dringt. Damit Sie nicht durch den Verkehr, die Nachbarn oder den Regen auf dem Dach gestört werden und damit auch von Ihrem Haus aus nicht alles zu hören ist, was um Sie herum vor sich geht. Das ist die Aufgabe der Schalldämmung, die auf Masse und Dichtheit beruht.

Damit der Schall im Innenraum nicht nachhallt. Kleine Räume mit harten Oberflächen weisen einen starken Nachhall auf, sodass man sich darin schlecht verständigen kann. Hier kommt die Raumakustik, also schallabsorbierende Flächen, ins Spiel.

Das sind zwei verschiedene Dinge. Eine Akustikplatte an der Wand verbessert die Akustik im Raum, hält aber den Lärm von draußen nicht ab. Kommen wir zu beiden Punkten.

Wie lässt sich die Schalldämmung verbessern?

Da das Hauptproblem eines Mobilheims in seiner leichten Bauweise liegt, besteht das Ziel darin, mehr Masse hinzuzufügen und Schwachstellen abzudichten.

Verleihen Sie den Wänden mehr Masse. Schalldämmung basiert auf der Masse: Je schwerer und massiver die Wand ist, desto weniger Schall dringt durch sie hindurch. Wenn bauliche Maßnahmen möglich sind, hilft es, die Hohlräume der Wände mit Mineralwolle auszufüllen, was gleichzeitig auch die Wärmedämmung verbessert. Auf der Innenseite wird die Masse durch eine vorgebaute Konstruktion mit Platten (z. B. Gipsfaserplatten) hinzugefügt, die idealerweise von der ursprünglichen Wand getrennt ist.

Vergessen Sie die Decke und den Boden nicht. In einem Mobilheim sind nicht nur die Wände dünn, sondern auch das Dach, auf dem der Regen laut zu hören ist, und der leichte Boden. Die Decke wird genauso wie die Wände durch Material und Füllung gedämmt. Beim Boden hilft eine Trittschalldämmung unter der Trittfläche, die die Übertragung von Schritten und Vibrationen verringert.

Kümmern Sie sich um Fenster und Türen. Dies sind bei Leichtbaukonstruktionen die schwächsten Stellen. Einfache Fenster und dünne Türen lassen viel Lärm durch. Abhilfe schaffen eine hochwertigere Verglasung, eine umlaufende Dichtung und bei Türen eine Schwellenabdichtung.

Wie man die Raumakustik verbessern kann

Wenn der Raum einen unangenehmen Nachhall aufweist, sind schallabsorbierende Flächen die Lösung, die den Nachhall verkürzen:

  • Weiche Einrichtungselemente. Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel sind der günstigste erste Schritt und machen in einem kleinen Raum einen spürbaren Unterschied.
  • Akustikplatten. Wenn weiche Einrichtungsgegenstände nicht ausreichen, helfen Platten mit ausgewiesener Schallabsorption. Achtung: Diese mindern den Nachhall, nicht jedoch das Eindringen von Schall von außen.

Schließen Sie die Schwachstellen

Schall dringt auch durch kleine Undichtigkeiten nach innen und außen, und in Leichtbaukonstruktionen gibt es davon mehr als in gemauerten Gebäuden. Es lohnt sich daher:

  • die Fugen um Türen und Fenster mit einer umlaufenden Dichtung und an den Türen mit einer Schwelle abdichten,
  • Undichtigkeiten und Fugen zwischen den Platten sowie an den Stellen, an denen die Oberflächen aufeinandertreffen, mit akustischem Dichtstoff ausfüllen,
  • Überprüfen Sie die Durchführungen der Installationen, die oft als versteckte Schallübertragungswege dienen.

Die Abdichtung ist eine der kostengünstigsten Maßnahmen mit der deutlichsten Wirkung, insbesondere bei Leichtbaukonstruktionen.

Realistische Erwartungen

Seien wir ehrlich: Aus einem Mobilheim lässt sich kein gemauerter Bunker machen, und das ist auch gar nicht das Ziel. Die Leichtbauweise hat ihre Grenzen, insbesondere bei niedrigen Frequenzen. Allerdings lassen sich Ruhe, Schlafqualität und Privatsphäre deutlich verbessern – und genau darum geht es meistens. Entscheidend ist, sich auf die Schwachstellen zu konzentrieren, also Fenster, Türen, Dach und Undichtigkeiten, wo sich mit geringstem Aufwand die größte Wirkung erzielen lässt.

Zusammenfassung

  1. Das Mobilheim hat eine leichte Konstruktion, durch die der Schall leicht hindurchdringt.
  2. Unterscheiden Sie, ob es sich um Schallübertragung (Schalldämmung) oder um Nachhall im Innenraum (Akustik) handelt.
  3. Bei der Dämmung kommt es auf die Masse und die Dichtheit an. Erhöhen Sie die Masse der Wände und der Decke und kümmern Sie sich um den Boden.
  4. Die größten Schwachstellen sind Fenster, Türen, das Dach und undichte Stellen. Dort lässt sich am meisten erreichen.
  5. Die Leichtbauweise hat zwar ihre Grenzen, doch Ruhe und Privatsphäre lassen sich deutlich verbessern.

Wenn Sie ein Mobilheim, einen Wohnwagen oder eine Hütte schallisolieren möchten, melden Sie sich bei uns. Wir beraten Sie, welche Bereiche Sie zuerst in Angriff nehmen sollten und was Sie realistisch von der Schallisolierung einer Leichtbaukonstruktion erwarten können.

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