09. 10. 2021 - Alles

Vorteile der Schalldämmung und der Hallreduzierung im Kindergarten

Schnelle Schritte, lautes Spielzeug, fröhliches Geschrei, Gesang, Tanz, lautes Spielen. Die Welt der Kinder ist laut und bunt, und das ist völlig in Ordnung. Ein Problem entsteht jedoch, wenn all diese Geräusche im Raum widerhallen und sich verstärken, sodass der Kindergarten zu einem Ort wird, an dem Kinder und Erzieher sich gegenseitig kaum noch verstehen können. Genau hier hilft eine gute Akustik.

Warum ist es im Kindergarten so laut?

Im Kindergarten gibt es viele Geräuschquellen gleichzeitig, also viele Kinder, die spielen, reden und lachen. Das allein wäre kein so großes Problem. Die Situation wird jedoch durch die Bauweise des Raumes selbst verschlimmert.

Harte und reflektierende Oberflächen, also blanke Wände, Glas, Fliesen oder abwaschbare Flächen, bewirken, dass der Schall von ihnen reflektiert wird und lange nachhallt. Dieses Nachhallen bezeichnen wir als Nachhall, und je länger er dauert, desto stärker überlagern und vermischen sich die Geräusche. Das Ergebnis ist, dass der Geräuschpegel im Raum schnell ansteigt und die Sprachverständlichkeit abnimmt.

Hinzu kommt noch der Lombard-Effekt: Wenn Kinder sich gegenseitig übertönen, um gehört zu werden, steigert sich der Lärm von selbst. Eine gute Akustik stoppt diese Spirale, bevor sie überhaupt in Gang kommt.

Warum es nicht nur um das Wohlbefinden geht

Die Reduzierung des Nachhalls im Kindergarten hat konkrete Vorteile:

Kinder verstehen besser. Kleine Kinder lernen Sprache und Sprechen durch Hören, und im Gegensatz zu Erwachsenen können sie einen nur bruchstückhaft gehörten Satz nicht so gut aus dem Kontext erschließen. In Räumen mit langem Nachhall entgeht ihnen daher mehr, als ein Erwachsener erwarten würde. Eine gute Akustik hilft ihnen, die Lehrerin und einander zu verstehen, was das Lernen und die Sprachentwicklung direkt fördert.

Sowohl die Kinder als auch die Lehrer sind weniger müde. Ständiger Lärm und die Anstrengung, aufmerksam zuzuhören, ermüden und führen zu erhöhter Reizbarkeit. In einer ruhigeren Umgebung sind die Kinder gelassener und können sich besser konzentrieren.

Lehrer schonen ihre Stimme. Ein Lehrer, der den ganzen Tag lang eine laute Klasse übertönen muss, belastet seine Stimme und ist schneller erschöpft. Stimmbelastung ist bei Lehrern ein häufiges berufliches Problem, das durch eine gute Akustik verringert wird.

Weniger Stress. Anhaltender starker Lärm belastet das Nervensystem von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Eine ruhigere Geräuschkulisse wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aller im Raum aus.

Wie wird die Akustik im Kindergarten gestaltet?

Es ist wichtig, zwei Dinge voneinander zu unterscheiden. Im Kindergarten geht es meist um die Raumakustik, also um die Verkürzung des Nachhalls im Raum selbst, und nicht um die Schalldämmung gegenüber den Nachbarn. Dies wird durch schallabsorbierende Flächen erreicht:

  • Akustikplatten für die Decke oder abgehängte Decken sind in der Regel am wirksamsten, da die Decke die größte freie Fläche darstellt.
  • Akustikpaneele für die Wand, ideal dort anzubringen, wo Kinder die meiste Zeit verbringen.
  • Akustikwände und weiche Elemente, die gleichzeitig zur Raumaufteilung beitragen.

Materialien für den Kindergarten müssen sicher, strapazierfähig und leicht zu reinigen sein und sollten über eine nachgewiesene Brandschutzklasse verfügen. Nicht jede Akustikplatte eignet sich für eine Umgebung mit vielen kleinen Kindern.

Wenn das Kinderzimmer an einen lauten Raum oder einen Flur angrenzt oder an einer stark befahrenen Straße liegt, kommt auch die Schalldämmung von Wänden, Türen oder Fenstern ins Spiel. Dabei handelt es sich jedoch um zwei verschiedene Aufgaben, die separat geprüft werden müssen.

Zusammenfassung

  1. Im Kindergarten ist es laut, was auf die Kombination aus vielen Kindern und hallenden Oberflächen zurückzuführen ist.
  2. Ein langer Nachhall beeinträchtigt die Verständlichkeit und verstärkt den Lärm.
  3. Eine gute Akustik hilft Kindern beim Verstehen, was wiederum das Lernen und die Sprachentwicklung fördert.
  4. Es verringert sowohl die Ermüdung der Kinder als auch die Stimmbelastung der Lehrer.
  5. Im Kindergarten geht es vor allem um die Raumakustik; die Schalldämmung ist ein eigenständiges Thema.

Wenn Sie sich mit der Akustik in einem Kindergarten oder einer Kindertagesstätte befassen, beraten wir Sie gerne. Wir entwerfen eine geeignete und sichere Lösung entsprechend der Raumgröße, und die benötigte schallabsorbierende Fläche können Sie mithilfe unseres Akustikrechners grob berechnen.

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