Sie können eine perfekt schallisolierte Wand haben, doch wenn darin gewöhnliche Innentüren eingebaut sind, dringt der Lärm genau durch diese hindurch. Türen sind in der Regel die schwächste Stelle der gesamten Konstruktion, weshalb hochwertige schallisolierte Türen ein wesentlicher Bestandteil jeder seriösen Schallisolierung sind.
Warum sind gewöhnliche Türen eine Schwachstelle?
Herkömmliche Innentüren haben in der Regel einen leichten Hohlkern und sind am Rand nicht abgedichtet. Ihre Schalldämmung liegt bei etwa 20 dB, was bedeutet, dass man hinter ihnen problemlos Gespräche von der anderen Seite verstehen kann.
Wenn die Wand um die Tür herum beispielsweise eine Schalldämmung von 50 dB aufweist, die Tür jedoch nur 20 dB, wird der Wert nicht gemittelt. Der Schall dringt an der schwächsten Stelle durch, also durch die Tür, und die gesamte gut schallgedämmte Wand verliert ihren Sinn. Daher macht es keinen Sinn, in die Schalldämmung einer Wand zu investieren und darin eine schwache Tür zu belassen.
Was macht eine Tür schalldämmend?
Schalldämmtüren funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie jede andere Schalldämmung: auf der Masse und der Dichtheit. Drei Faktoren sind entscheidend:
Massives Türblatt. Im Gegensatz zu Hohlraumtüren verfügen Schallschutztüren über einen schweren, massiven Kern. Je massiver das Türblatt ist, desto weniger Schall dringt durch es hindurch. Das ist das Grundprinzip.
Rundumdichtung. Diese ist genauso wichtig wie der Türflügel selbst und wird am häufigsten vergessen. Selbst der schwerste Türflügel ist nutzlos, wenn um ihn herum ein Spalt verbleibt. Hochwertige Schallschutztüren verfügen über eine Rundumdichtung, die beim Schließen anliegt und den Raum abdichtet.
Lösung für den unteren Spalt. Der Spalt unter der Tür ist die größte Schwachstelle. Bei herkömmlichen Türen dient er der Belüftung, für den Schall ist er jedoch eine offene Autobahn. Schalldämmtüren schließen diesen Spalt entweder mit einer festen Schwelle mit Dichtung oder mit einer absenkbaren Schwelle, die sich beim Schließen automatisch absenkt und den Spalt abdichtet und sich beim Öffnen wieder anhebt.
Ohne eine ordnungsgemäß ausgeführte Abdichtung und Unterfuge funktioniert selbst der teuerste Türflügel nicht. Genau aus diesem Grund müssen Schallschutztüren auch korrekt eingebaut werden – der Kauf hochwertiger Türen allein reicht nicht aus, wenn diese falsch montiert werden.
Wie wird Qualität gemessen?
Die Schalldämmung von Türen wird durch die Größe Rw in Dezibel angegeben. Je höher der Wert, desto besser dämmen die Türen den Schall. Bei der Auswahl sollte man sich daher nicht auf Begriffe wie „leise“ oder „akustisch“ verlassen, sondern auf den konkreten Rw-Wert achten.
Ein kleiner Einblick in unser Angebot:
- Akustiktüren für den Innenbereich ab Rw 42 dB,
- Technik- und Eingangstüren ab Rw 44 dB,
- Studiotüren von höchster Qualität bis zu Rw 52 dB.
Zum Vergleich: Herkömmliche Innentüren liegen bei etwa 20 dB, der Unterschied ist also enorm.
So wählt man die richtigen aus
Welche Türen geeignet sind, hängt davon ab, welche Anforderungen Sie an sie stellen und wie stark der Lärm gedämpft werden muss. Für die Türen zwischen den Zimmern in einer Wohnung reichen andere Türen aus, für eine Arztpraxis, in der es um die Privatsphäre der Patienten geht, sind wieder andere erforderlich, und für ein Aufnahmestudio, in dem auch laute Musik und Bässe abgefedert werden müssen, sind ganz andere Türen notwendig.
Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf:
- Den Lärmpegel ermitteln, der gedämpft werden muss, idealerweise anhand einer Messung.
- Wählen Sie eine Tür mit einem für den jeweiligen Zweck ausreichenden Rw-Wert.
- Auf den korrekten Einbau achten, einschließlich Dichtung und Schwelle.
Wenn Sie bereits die Wände, die Decke oder den Boden schallisoliert haben und der Lärm Sie dennoch stört, sind oft gerade die Türen die Schwachstelle. Die eigenhändige Schallisolierung alter Hohlraumtüren hat in der Regel nur eine sehr geringe Wirkung; besser ist es, auf Türen zurückzugreifen, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden.
Zusammenfassung
- Türen sind in der Regel die schwächste Stelle der gesamten Wand.
- Über die Schalldämmung einer Wand entscheidet das schwächste Element, nämlich die Tür.
- Schallschutz-Türen zeichnen sich durch ein massives Türblatt, eine umlaufende Dichtung und eine ausgeklügelte Bodenfuge aus.
- Ohne Dichtung und Schwelle funktioniert selbst der schwerste Flügel nicht.
- Vergleichen Sie die Qualität anhand des Rw-Werts, nicht anhand der Begriffe in der Bezeichnung.
Wenn Sie sich mit der Schalldämmung eines Raums befassen und nach den richtigen Türen suchen, beraten wir Sie gerne. Je nach Verwendungszweck und Lärmpegel schlagen wir Ihnen ein passendes Modell vor und helfen Ihnen bei der korrekten Montage, damit die Türen auch wirklich ihre Funktion erfüllen.