17. 11. 2020 - Alles

4 Wege, wie sich schlechte Akustik negativ auf Ihr Unternehmen auswirkt

Über die Akustik denkt man erst nach, wenn man sich in einem Raum befindet, in dem alles widerhallt. Oder umgekehrt in einem Raum, in dem jedes private Gespräch zu hören ist. Beides hat größere Auswirkungen auf das Geschäft, als es den Anschein hat. Schauen wir uns vier konkrete Beispiele an, wie schlechte Akustik einem Unternehmen schadet.

Warum wird die Akustik oft übersehen?

Geräusche sind nicht sichtbar. Wenn das Licht ausgeht oder ein Rohr undicht ist, bemerkt man das sofort. Schlechte Akustik ist heimtückischer: Sie äußert sich indirekt durch Müdigkeit, Missverständnisse und Unzufriedenheit, sodass Unternehmen monatelang dagegen ankämpfen, ohne zu erkennen, wo die Ursache liegt. Das Problem zu benennen ist der erste Schritt zu seiner Lösung.

1. Die Leistungsfähigkeit und die Konzentration lassen nach

Lärm und lang anhaltender Nachhall sind die Feinde konzentrierten Arbeitens. Sich überschneidende Gespräche, Umgebungsgeräusche und Hall lenken die Aufmerksamkeit ab, und je anspruchsvoller die Aufgabe ist, desto stärker leidet die Leistung darunter.

Dahinter steckt auch der sogenannte Störgeräuscheffekt: Das Gehirn verarbeitet automatisch die Sprache, die es hört, auch wenn es das gar nicht will, und dadurch wird Kapazität beansprucht, die es sonst der Arbeit widmen würde. Deshalb sind Gespräche von Kollegen störender als ebenso laute, unverständliche Geräusche. Mitarbeiter in einer lauten Umgebung sind weniger konzentriert, müder und können sich schlechter an das erinnern, womit sie gerade arbeiten.

2. Die Kommunikation verschlechtert sich

Ganz gleich, ob Sie einem Mitarbeiter Anweisungen geben oder im Besprechungsraum eine Präsentation halten – eine gute Akustik hilft Ihnen dabei, eine schlechte hingegen behindert Sie. In einem Raum mit langem Nachhall hallt die Sprache nach, und der Zuhörer muss sich mehr anstrengen, um Sie zu verstehen. Sein Gehirn muss gleichzeitig Umgebungsgeräusche herausfiltern und das, was Sie sagen, verarbeiten.

Die Folge sind Missverständnisse, Wiederholungen und eine schlechtere Verständlichkeit, was sich vor allem bei Videoanrufen bemerkbar macht, bei denen das Mikrofon auch alle Echoeffekte aufnimmt. Eine schlechte Akustik beeinträchtigt somit direkt die Qualität von Besprechungen und der Online-Kommunikation.

3. Das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter leiden darunter

Anhaltender Hintergrundlärm ist ein Stressfaktor. Er muss nicht besonders laut sein – es reicht schon, dass er ständig vorhanden und störend ist. Auf lange Sicht führt dies zu erhöhter Müdigkeit, Gereiztheit und einem verminderten Wohlbefinden, was sich sowohl auf die Zufriedenheit als auch auf die Fluktuation der Mitarbeiter auswirkt.

In besonders lauten Arbeitsumgebungen wie Callcentern, in der Produktion oder in geschäftigen Restaurantküchen, in denen die Mitarbeiter ganze Schichten verbringen, kann Lärm eine echte Belastung für das Gehör darstellen. In einem normalen Büro geht es nicht um Hörschäden, sondern um das Wohlbefinden und die psychische Belastung, und diese hat einen direkten Einfluss auf die Leistung und darauf, wie gerne die Menschen bei Ihnen arbeiten.

4. Gefährdete Privatsphäre und Datenschutz

Dies ist ein Aspekt, der am häufigsten übersehen wird, obwohl er sogar rechtliche Konsequenzen haben kann. In einem Raum, in dem man jedes Wort vom Nachbartisch hören kann, gelangen Informationen nach außen, die eigentlich vertraulich bleiben sollten.

Stellen Sie sich eine Anwaltskanzlei vor, in der man aus dem Nebenraum Einzelheiten eines fremden Falles mitbekommt. Oder eine Personalreferentin, deren Gespräch über das Gehalt oder den Gesundheitszustand eines Mitarbeiters im gesamten Großraumbüro zu hören ist. Oder eine Niederlassung, in der man an einem Schalter die persönlichen Daten und Zugangsdaten eines Mandanten mitbekommt.

In Zeiten, in denen Unternehmen strengen Datenschutzbestimmungen (DSGVO) unterliegen, ist akustische Privatsphäre nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch ein Bestandteil des Schutzes sensibler Informationen. Eine ausreichende Schalldämmung und akustische Gestaltung von Räumen, in denen sensible Themen besprochen werden, sind daher angebracht, beispielsweise separate Besprechungsräume, Schallschutzkabinen oder schallabsorbierende Flächen, die die Sprachverständlichkeit aus der Entfernung verringern.

Was soll man damit machen?

Die gute Nachricht ist, dass sich alle vier Probleme lösen lassen, und zwar in der Regel auf dieselbe Weise:

  • Schallabsorbierende Flächen (akustische Deckenverkleidungen, Paneele, Trennwände) verkürzen den Nachhall, reduzieren den Lärm und verbessern sowohl die Konzentration als auch die Kommunikation.
  • Die Abtrennung und Isolierung von Räumen, in denen sensible Angelegenheiten besprochen werden, schützt die Privatsphäre.
  • Telefon- und Besprechungskabinen bieten einen ruhigen Ort für Telefonate und vertrauliche Gespräche.

Zusammenfassung

  1. Schlechte Akustik wird oft übersehen, da sie nicht sichtbar ist. Sie macht sich erst indirekt bemerkbar.
  2. Es beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und die Konzentration, insbesondere bei anspruchsvoller Arbeit.
  3. Es beeinträchtigt die Kommunikation sowie die Qualität von Besprechungen und Videogesprächen.
  4. Es beeinträchtigt das Wohlbefinden der Mitarbeiter und in lauten Betrieben auch deren Gesundheit.
  5. Dies gefährdet die Privatsphäre und den Datenschutz, was auch rechtliche Konsequenzen haben kann.

Wenn Sie die Akustik in Ihrem Unternehmen verbessern und sowohl die Arbeitsleistung als auch die Privatsphäre schützen möchten, beraten wir Sie gerne. Wir entwerfen eine Lösung, die auf Ihre Räumlichkeiten zugeschnitten ist, und mit unserem Akustikrechner können Sie die benötigte schallabsorbierende Fläche grob berechnen.

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